Die 10 Disziplinen

Architecture (200 Punkte)

Im Rahmen des Architecture-Contest soll demonstriert werden, dass energieeffiziente, energieautarke Solarhäuser so entworfen werden können, dass sie beständigen architektonischen Standards entsprechen. Auch wenn die in den Häusern verwendeten Technologien vergleichsweise neu sind, bleiben die architektonischen Prinzipien von „Beständigkeit – Funktionalität – Anmut“ Kriterien erfolgreichen Bauens. Eine Architekten-Jury wird die Ästhetik, Idee und architektonische Integration der Technologien bewerten.

Engineering (150 Punkte)

Technische Innovation, passive Energiekonzepte etc. sollen damit bewertet werden. Eine Expertenjury wird die technischen Systeme auf Funktionalität, Effektivität, Wirtschaftlichkeit und Innovationsgehalt bewerten. Dabei werden alle gebäudetechnischen Subsysteme und Ihre Einbindung in ein gesamtheitliches System betrachtet.

Market Viability (150 Punkte)

Die Wettbewerbsbeiträge sollen trotz des hohen Innovationsgehalt vermarktbar sein. Jedes Team muss einen Vermarktungsbereich mit Nutzerprofil für seinen Beitrag entwickeln und benennen. Es ist eine Vermarktungsstrategie auf Basis des benannten Marktes zu erarbeiten, die von einer Expertenjury bewertet wird.

Communications (100 Punkte)

Der Solar Decathlon ist eine öffentliche Veranstaltung. Im Rahmen des Communications Contest wird die Fähigkeit der Teams bewertet, ihr Projekt einem breiten Publikum während der Bearbeitung und auf der Mall zu präsentieren und zu erläutern. Die Bewertung findet sowohl während des Entwurfs- und Bauprozesses, als auch während der Ausstellung in Washington D.C. statt. Durch eine Jury werden Punkte für Web-Sites, Führungen, „branding effectiveness“, corporate identity etc. vergeben.

Comfort Zone (100 Punkte)

Sorgfältig geplante Häuser zeichnen sich durch Behaglichkeit, gute Umwelt- und Luftqualität aus. Dies wird durch Heizung, Kühlung, Lüftung und Feuchtigkeitskontrolle ermöglicht. Im Rahmen dieses Contests wird objektiv durch Messungen festgestellt, ob die Teams in der Lage sind, Temperatur und Luftfeuchtigkeit innerhalb eines bestimmten Rahmens zu halten, gleichzeitig gibt es eine subjektive Bewertung der Behaglichkeit durch Experten. Relative Luftfeuchte 40%-55%, Temperatur 22°C – 24°C.

Appliances (100 Punkte)

Ein Wohnhaus funktioniert nicht ohne Küchengeräte, Waschmaschine und Haushaltselektronik. In diesem Wettbewerb muss bewiesen werden, dass das Haus die Energie zum Betrieb der Haushaltsgeräte erzeugen und bereitstellen kann. Lebensmittel müssen im Kühl-/Gefrierschrank gelagert, Mahlzeiten zubereitet, Geschirr und Wäsche gewaschen und getrocknet, Fernseher und Computer verwendet werden.

Hot Water (100 Punkte)

Dieser Contest zeigt, dass alles notwendige Warmwasser über solar gewonnene Energie erzeugt werden kann. In den Tests wird die durchschnittliche Wassermenge und Temperatur während des Duschens simuliert. Zweimal täglich müssen die Teams 15 Gallonen (56,8l) heißes Wasser (110°F/43,3°C) in weniger als 10 Minuten liefern. Zusätzlich wird der Entwurf des Warmwasser-Systems objektiv bewertet.

Energy Balance (100 Punkte)

Dieser Contest dient dazu, nachzuweisen, dass die Sonne alle notwendige Energie für den täglichen Bedarf eines Haushalts und eines Home-Office decken kann. Der Wettbewerb muss mit der selben Menge oder mehr gespeicherter Energie enden, wie er begonnen wurde.

Getting Around (100 Punkte)

Ein großer Teil der in (amerikanischen) Haushalten verbrauchten Energie fließt in den Transport. Darum soll dieser Contest zeigen, dass ein Haus die dafür benötigte Energie erzeugen kann. Mit dem durch das Haus erzeugten Strom muss ein Elektrofahrzeug geladen und so viele Meilen wie möglich gefahren werden.

Lighting (100 Punkte)

Sonne, Mond und elektrisches Licht tragen zur Wohnlichkeit eines Hauses, sowohl im Inneren als im Außenraum bei. Beleuchtungs-Systeme sollten so entworfen sein, dass der Energieverbrauch minimiert wird, z.B. durch die Maximierung der Tageslichtnutzung und durch elektronische Steuerung des Kunstlichts dieser Wettbewerb bewertet quantitativ und qualitativ die Lichtsituation im Gebäude.